Bergbausteig
Für die Besucher von Seiffen und für Freunde des Bergbaues legte die 1984 von einigen Heimatfreunden gegründete Bergbauforschungsgruppe im Ortszentrum einen Lehrpfad mit der Bezeichnung "Historischer Bergbausteig" an. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die einzelnen Stationen des Bergbausteiges:

Station 1: Standort des einstigen Huthauses der Zeche "Rothe Grube"

Station 2: Gesamtüberblick über die Pinge "Geyerin", die 1934 zur Freilichtbühne ausgebaut und vorher schon für Schützen- und sonstige Vereinsfeste genutzt wurde.

Station 3: Platz, an dem nach einem Bergbauriß vom Jahr 1841 ein Rösthaus gestanden haben soll

Station 4: Blick zur Südwand der "Geyerin" mit einer Feuersetzstelle

Station 5: Standort, an dem der "Johannis-Schacht" abgetäuft war, 22m östlich davon befand sich der "Heilige Dreifaltigkeits-Schacht"

Station 6: Ehemalige Zeche "Rothe Grube". Davor Rohrstutzen einer 1965 niedergebrachten Tiefenbohrung bis 750m durch die Wismut AG

Station 7: Pingenhalde mit Blick in das Seiffener Tal

Station 8: Barockkirche, die 1779 geweiht wurde. Sie birgt viele bergbauliche Wahrzeichen aus der Seiffener Vergangenheit.

Station 9: Pingenweg mit Bergmannshäusern aus der Zeit von 1545-1843. An diesem Standort wird der Pingenweg vom "Johannis-Stolln" unterfahren.

Station 10: Blick in die Pinge "Neuglück", de erstmalig 1570 urkundlich erwähnt wird.

Station 11: Einstmalige Endstelle einer die Pinge in 22m Höhe überquerende Förderbrücke für den Transport der Zwittererze aus der "Geyerin". Sie wurde von Prof. Wilhelm Walther, dem Schöpfer des Dresdener Fürstenzuges, 1842 in einer Zeichnung festgehalten.

Station 12: Das Neuglücker Pochwerk, auch als "Pingenhaus" bezeichnet, war das älteste, sicher auch das größte Pochwerk Seiffens.

Station 13: Bergamt, das 1849 aufgelöst wurde. Von ihm ist nur noch der rechte Gebäudeteil, in dem die Schmelzhütte untergebracht war, im Original erhalten.

Station 14: "Zwitterweg", auf einem alten Bergbauriß so bezeichnet, heute Pingen- und Bergmannsweg. An seiner rechten Seite standen 2 Pochwerke, die 1960 bzw. 1972 abgetragen werden mussten. Wegen der Pingennähe bestand Einsturzgefahr.

Station 15: Dämme (Stau), zu der ein Pochwerksgraben das Aufschlagswasser für die Pochwerke führte. Am Abzweig dieses Pochwerkgrabens vom Seiffenbach (gegenüber dem Grundstück Hauptstr. 130) ist das Modell einer Pochstätte aufgestellt.

Station 16: Huthaus der Grube "Reiche Hoffnung", das noch gut erhalten ist. Im Volksmund noch heute "Das Bethaus" genannt.

Station 17: Bergmannssteig, früher als "Häuersteig" bezeichnet, verläuft hinter dem Huthaus zu den ehemaligen Zinngruben "Abraham" und "Altväter", sowie zu den Eisengruben am Ahornberg.

Station 18: Halde der Grube "Reiche Hoffnung". Aus dem Zwittergestein dieser Grube wurden neben Zinn- auch Kupfererze gewonnen.

Station 19: Ehemalige Bergschmiede, die zeitweise auch als Huthaus der Grube "Vogelsang" diente.

Station 20: Bergbauhalden der Gruben "Vogelsang" und "Obergeyerin".

Der Bergbausteig soll der Erweiterung des Wissens um die Geschichte des Bergbaues unserer Heimat dienen, aber auch dem Gedenken unserer Vorfahren, die hier unter harten Bedingungen fast 500 Jahre lang schwerste Arbeit geleistet haben.
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